Stefan Heim - Trompe l'oeil Malerei
Stefan Heim - Trompe l'oeil Malerei
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Was ist Trompe l'oeil Malerei

Ein Trompe-l’œil (frz. „täusche das Auge“, von tromper „täuschen“ und l’œil „das Auge“) ist eine illusionistische Malerei, die mittels perspektivischer Darstellung Dreidimensionalität vortäuscht. Besonders in Wand- und Deckenmalereien erweitern solche Bilder die Optik der Architektur. Sie lassen so Räume größer erscheinen oder erzeugen einen Ausblick auf Phantasielandschaften.
Die ältesten erhaltenen Beispiele kennt man aus Pompeji Im Mittelalter geriet die Technik in Vergessenheit, in der Renaissance lebte sie mit der Wiederentdeckung der Perspektive auf. In der profanen Malerei wurden Trompe-l’œils häufig verwendet, um unklare Raumzuschnitte ästhetisch zu verbessern oder in Wohnräumen scheinbare Ausblicke auf arkadische Landschaften zu schaffen.

Seit dem 14. und 15. Jahrhundert versuchte man vorzugsweise in Innenräumen mittels gemalter Scheinarchitektur Ausblicke durch vermeintliche Fenster und Kuppeln zu schaffen, um Räume zum Ruhme des Auftraggebers zu vergrößern. Ein gutes Beispiel dafür sind die von Andrea Mantegna für Luigi III. Gonzaga zwischen 1465 und 1474 geschaffenen Fresken in der Camera degli Sposi, (Mantua, Castel San Giorgio. Auch findet sich Trompe-l’œil in Form von Scheinarchitektur an Fassaden.

Heutzutage kommt das Trompe-l’œil als – meist private – Raumgestaltung vor, in der die Wandmalerei seit etwa 1980 wieder stärker verwendet wird. Auch lebt das Trompe-l’œil in der Gestaltung des öffentlichen Raumes auf, um architektonische Mängel an Fassaden zu kaschieren und eine belebte Atmosphäre an sterilen städtischen Leerräumen zu erzeugen.